| EIN BREVIER ÜBER DIE ASTROLOGIE
ASTROLOGIE - ASTRONOMIE (Sterndeutung-
Sternkunde) in der Wurzel eins, hat sich letztere von der ungeliebten Schwester,
die auf pseudowissenschaftlichen Schein verzichtet, getrennt. Jedoch waren
und sind die Kenntnisse astronomischer Grundlagen und die Berechnungen
zwingend notwendig. Ohne ASTRONOMIE keine ASTROLOGIE. Man könnte
sagen, daß das eine die Grundlage und das andere die Umsetzung -
auf den Menschen bezogen - bedeutet.
Abgesehen davon, daß die "moderne" Astrologie
sich verstärkt mit den zweifelsohne vorhandenen physikalischen Wirkungen
der Planeten auf den Menschen beschäftigt, ging man in der "klassischen"
Deutung hauptsächlich von einem anderen Zusammenhang aus. Hierzu etwas
Geschichte:
In grauer Vorzeit schon beobachteten die Menschen
den Sternenhimmel und die jeweiligen Planetenstunde, vor allem aus praktischen
Erwägungen heraus: Jahreszeiten-, Witterungs-, Mond- und Planetenphasen
bezogen auf Jagd-, Saat- und Erntezeiten, Vorsorge für den Winter.
Mit der Wissenserweiterung wurden die Magier (sie nahmen außerdem
als Hohepriester den heutigen Platz der Theologen, Philosophen und Psychologen
ein; ebenfalls beherrschten sie das, was heute unter den Wissensgebieten
Physik und Chemie fällt; die kunde, entsprechend den heutigen
praktikern, Ärzten, usw.) von folgenden Gedanken bewegt:
Unstreitbar klar waren Geburt und Tod. Aber:
"Was ist der Mensch, wo kommt er her, wohin geht er?
Ist alles vorherbestimmt oder ist der Schicksalsverlauf beeinflußbar
und woran wäre er ggf. meßbar?" Da alle genannten Disziplinen
den Menschen im Zusammenhang mit dem Kosmos, als Geschöpf einer
kosmisch-globalen Schöpfung verstanden, suchte man nach "Mustern",
die auf den Menschen projizierbar waren. Man sagte sich, daß die
Schöpferkraft nicht planlos vorging, sondern daß dies alles
einer Gesetzmäßigkeit unterliegt. Beim Erforschen des Sternenhimmels
(Direktionen, Abstände, Transite usw.) fand man kosmische Gesetzmäßigkeiten
heraus, die sich anboten, auf die menschliche Wesenheit, auf seine Entwicklung,
seinem Ziel, transponiert zu werden. Es handelt sich bei dem Gesagten um
ein Gedankenbild und nicht um Glauben - wenn man von
dem Glauben an eine Schöpferkraft mal absieht.
ASTROLOGIE besagt entgegen landläufiger
Meinungen nicht, daß ein menschliches Schicksal durch Sterne
zwingend vorgeschrieben ist, sondern stellt lediglich Vergleiche an, um
Hinweise Über gewisse gesetzmäßige Abläufe zu erhalten.
Der psychologische Aspekt zeigt Stärken und Schwächen des Menschen
auf, in dem die den Planeten zugeschriebenen archetypischen Eigenschaften
(durch das römische u. griechische Pantheon symbolisiert) zugrunde
gelegt werden.
Den Zodiak zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen
in einer Zeichnung zu sehen, ist schon ein besonderes Erlebnis. Ganz abgesehen
von einer psychologischen Ausdeutung, stellt sich bei den meisten Menschen
beim Betrachten der Zeichnung das Gefühl eines großen Zusammenhanges
seines Selbst als Mikrokosmos zum Makrokosmos ein. Der Mensch so winzig
und doch voller Bedeutung in seiner psychischen und spirituellen Präsenz!
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